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im CARIsaal
des St. Josefhauses

Familientreff ,  was ist das?

Eine Möglichkeit:
mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen
• mit anderen Müttern/Vätern und Großeltern Erfahrungen auszutauschen
• Anregungen zur Freizeitgestaltung zu erhalten
• oder einfach nur eine Pause vom Alltagsstress zu machen.

Kinder können hier spielen, basteln und malen. Darüber hinaus gibt es monatlich Veranstaltungsangebote, über die Sie sich im Café informieren können. Hier ist auch jeder willkommen, der seine Ideen, Erfahrungen und sein Können an andere weitergeben möchte.

Aktuelle Termine im Familientreff  finden Sie hier:
Juli 2010

 

Der Gemeinschaft Raum geben - Unser CARIsaal

 Die wundervolle Fensterfront im CARIsaal :
Von einer Seite bis zur andern leuchtet der Regenbogen – ein altes und immer wieder neues Sinnbild der Verbundenheit.

Seit 1996 das Altenpflegeheim aus dem Haus Leipziger Straße 39 ins neue Seniorenzentrum, Prager Straße 18a zog, stand der 208 Quadratmeter große, sieben Meter hohe frühere Gottesdienstraum direkt an unserem Caritashaus leer.

Wir träumten seither den Traum vom Raum: Freiraum, Begegnungsraum - genügend Raum für Familien, Arbeitskreise, Vereine, Verbände - für Gemeinschaft in unserer Stadt.
Für mehr als hundertzwanzig Leute bietet er Platz, der
CARIsaal.

2007 begannen dank der TV-Sendung des RBB, 96 Stunden, engagierten Unternehmen sowie zahlreichen freiwilligen Helfern umfangreiche Umbauten  mit dem Ziel der Schaffung eines Familientreffs für Frankfurt (Oder). Damit wurde der Saal nach Abschluss der Sanierung Anfang 2009 mit der Schaffung eines Familientreffs seiner eigentlichen Bestimmung übergeben.

Seither finden regelmäßig - neben dem Familientreff - Veranstaltungen für Familien, Arbeitslose oder Senioren statt, organisiert vom Freiwilligenzentrum oder anderen Diensten unseres Hauses.
Seit einigen Jahren findet zu Hl. Abend am Nachmittag für Einzelne und Familien die Weihnachtsfeier von Carisatt statt mit Feiern und Singen und Gemeinsamkeit bei Kaffee und Gebäck.
Regelmäßig treffen sich zudem Tanz- und Seniorengruppe, aber auch die mit uns verbundene Pfarrgemeinde Hl. Kreuz nutzte bereits den Raum für Veranstaltungen. 


Zur Geschichte des Saales

Fast 130 Jahre ist unser Haus und der große Saal ein Ort der menschlichen Begegnung und des Feierns.
Im Stadtarchiv Frankfurt (Oder) gefundene Pläne für eine erste Bebauung stammen aus dem Jahr 1875:
»Zeichnung betref(f)s Erbauung eines Wohnhauses; zwei Stock massiv mit Ziegeldach, eines Tanz.Saales nebst Zubehörs Kam(m)er, 1 Stock massiv mit Pappdach auf dem Grundstücke des Maurers und Eigenthümers Raetzel, in der Leipziger Strasse belegen. In Abzweigung begriffen vom Grundstücke der Frau Raetzel, im Grundbuche No. 114 verzeichnet.«

Die Gesamtbebauung ist unter der Bezeichnung „Gastwirtschaft Wilhelmslust“ erstmalig im Frankfurter Stadt-Adressbuch von 1882 erwähnt. Der Begriff „Ballhaus“ war seit 1904 gebräuchlich. Demnach war unser Saal von Beginn an als Tanz- bzw. Ballsaal konzipiert. Dazu bestanden zu dieser Zeit im Objekt ein Lichtspieltheater, von welchem bei Umbauten vor wenigen Jahren sogar noch Eintrittskarten gefunden wurden sowie eine Kegelbahn - im nebenstehenden Wohnhaus, unserem heutigen Caritashaus, Mietwohnungen und eine Bäckerei.
Eine Postkarte »Gruss aus dem Ballhaus Wilhelmslust« stammt aus der Zeit vor 1919.


»Gruss aus dem Ballhaus Wilhelmslust«, Postkartenausschnitt, © Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

Ein Grundbucheintrag vom 30.03.1921 zeugt vom Kauf der Immobilien Leipziger Straße 39 - Ballsaal, Wohnhaus und Nebengelass - durch die Gründerin und Generaloberin des Karmelitinnenordens, Schwester Maria Tauscher, aus Charlottenburg bei Berlin.

Mitte der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Ballhaus zu einem Gottesdienstraum für Ordensschwestern sowie die nebenan neu entstandenen Einrichtungen des St. Josefheimes - „Kinderhort und Bewahrschule“, die von den Ordensschwestern geleitet wurden, umgestaltet.


Erste Ausgestaltung der neuen Kapelle Mitte der 1920er Jahre.
Foto, Privatbesitz

Dort, wo noch zuvor das Orchester gespielt hatte, entstand der neue Altarraum mit einem Hochaltar ausgestattet. Nunmehr existierten im St. Josefheim ein Kinderheim und, seit den 1940er Jahren, eine Kindergartengruppe.


Kindergartengruppe mit Ordensschwestern, die die Kinder betreuten, 1955.
Foto, Privatbesitz

1958 entstand parallel dazu ein Altenheim, welches bis zum Umzug ins neue Seniorenzentrum Albert Hirsch", 1996, ebenso in der Leipziger Straße 39 untergebracht war.


Umgestaltete Kapelle des St. Josefheimes in den sechziger Jahren.
Foto,
Privatbesitz

In den sechziger Jahren wurde die Kapelle des St. Josefheimes nochmals umgestaltet. Der Hochaltar war durch einen schlichten Steinaltar ersetzt worden. Die aus der Ballhauszeit stammenden und noch in Betrieb befindlichen 18-flammigen Gaskronleuchter waren durch elektrische Hängelampen ersetzt worden. Stuckornamente an Decke, Decken-/ Wandübergängen und Wänden waren, wie die Leuchter, als „Staubfänger“ beseitigt worden.

Das Kinderheim bestand noch bis 1972, allerdings seit Mitte der fünfziger Jahre nur noch mit einer Gruppe.
Die Ordensschwestern verließen Frankfurt (Oder)
1978.


Gestaltung der Kapelle des St. Josefheimes bis zu dessen Auflösung 1996,
Foto von der Empore aus mit Blick auf die neue Altarinsel, Foto privat


Gottesdienst in der Josefkapelle nach der letzten Umgestaltung
in den 1970er Jahren, Foto privat

Mit der Umsetzung der Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils (1962-1965) mit seinen Auswirkungen auch auf die Gottesdienstgestaltung wurde ein neuerlicher Umbau der Kapelle mit neuer Raumgestaltung Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre erforderlich. Der alte Altarraum mit dem Rundbogen wurde zugesetzt und ist heute nicht mehr erhalten. Einige Meter rechts davon entstand eine erhobene Altarinsel. Ferner wurde in dieser Zeit die Außenfensterfront mit Glassteinen mit der Darstellung des leuchtenden Regenbogens neu gestaltet.

Seit 1996 diente die über 200 Quadratmeter große Kapelle unmittelbar angrenzend an unser Caritashaus als Abstellraum und fristete ein unwürdiges Dasein.

Nach 2002 konkretisierten sich Überlegungen für eine Nutzung der alten Kapelle. Sie wurde nach mehreren Anläufen beräumt - Anlass zur Hoffnung.

 
 

 

   Blick auf die Emporenwand
   noch mit Wendeltreppenaufgang.
   Foto, Caritas Frankfurt (Oder)

 

 

 

 

Blick in Richtung der früheren Altarwand 
Foto, Caritas Frankfurt (Oder) 

Baustelle CARIsaal

Im Januar und Februar 2003 erfolgte der Abriss der Orgelempore und von April bis September d. J. die Entfernung von Dielen und Fußbodenfliesen bzw. -platten.


Bau-Fotos (2), Caritas Frankfurt (Oder)

Im September 2005 konnte der Betonfußboden eingebracht werden.

Einem „Geschenk des Himmels“ gleich kam Ende 2006 das Aufgreifen der Pläne eines Familienzentrums für Frankfurt (Oder) als neue Aktion der TV-Sendung des RBB, 96 Stunden, in Zusammenarbeit mit zibb und Antenne Brandenburg. Die Absicht bestand, die alte Josef-Kapelle des ehemaligen Alten- und Pflegeheims in einen Familientreff umzuwandeln. Binnen 96 Stunden sollte mit Hilfe der zibb-Zuschauer und Antenne-Brandenburg-Hörer daraus ein Veranstaltungsraum werden, kostenlos zugänglich für all jene Frankfurter, die sonst oft allein gelassen sind.


Azubis des bbw bei Malerarbeiten, © RBB

Die Aktion startete am 19. Februar 2007 und wurde ein voller Erfolg.
Viele aus Frankfurt und Umgebung - Privatleute, Firmen, Auszubildende halfen, die Basis für einen Familientreff zu schaffen. Baumaterial, Tische und Stühle wurden gespendet, freiwillige Arbeit geleistet - Schweißbahn, Isolation, Fußbodenheizung verlegt, Estrich und Teer gegossen, Wände verspachtelt und gestrichen. Viele spendeten Spielzeug für das künftige Familienzentrum oder kümmerten sich darum, dass alle Beteiligten versorgt waren. Die beteiligten Medien begleiteten die Aktion.
Allen gebührt herzlicher Dank.
Im Laufe des Jahres wurden noch Innenfenster montiert, Fensterbänke erneuert, Fußbodenfließen gelegt und Wandvorhänge zur Verbesserung der Akustik angebracht.

 

 

 

 

 

 

 


  CARIsaal nach Abschluss der Umbauarbeiten Herbst 2007,
   Fotos (2) Caritas Frankfurt (Oder)

 


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Region Brandenburg Ost
Leipziger Straße 39
15232 Frankfurt (Oder)
Telefon  (0335) 56 54 – 0
Telefax  (0335) 56 54 – 100
E-Mail:  sekretariat-rl(at)caritas-brandenburg-ost.de

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